SVZ, Artikel vom 16.08.2005
Sieben Objekte im mittelalterlichen Stadtkern unterm Hammer
Plau am See Die öffentliche Versteigerung am vergangenen Sonnabend
im Plauer Rathaus-Saal von städtischen Immobilien, insbesondere im "Mittelalterlichen Stadtkern"
gelegen, war nach Aussage von Andreas Konen (Wigger Auktionen GmbH) ein mäßig
zufriedenstellender Erfolg. Von den 18 bebauten und drei unbebauten Grundstücken fanden sieben
bebaute Objekte einen Käufer.
Der weitaus größte Teil der Angebote stand dazu auch noch unter Denkmalschutz.
Das bedeutet, bei Renovierung und Ausbau hat die Denkmalschutzbehörde ein Wörtchen mitzureden.
Die Mindestgebote der ersteigerten Angebote lagen im Schnitt um die 5000 Euro, jedoch fand sowohl die
Eldenstraße 27 mit 9000 Euro als auch die höchstdotierte Wallstraße 2 mit 38000 Euro
einen Käufer.
Infolge der großen Teilnahme von etwa 70 Interessenten ist laut Aussage des Auktionators
auch noch mit Nachkäufen zu rechnen, was der Stadtkämmerei mit Blick auf die kommunale
Finanzlage gut tun würde. Ein weiterer und ganz klarer Vorteil entsteht der Stadt Plau am See
aber auch durch die Aufwertung des Stadtbildes.
Mit allen Käufern ist vertraglich abgesichert, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre eine
Sanierung der Objekte vollzogen werden muss. "Wir versteigern nicht an Spekulanten, die die Häuser
notfalls verrotten lassen", sagt Bert Wigger vom gleichnamigen Auktionshaus in Lützow bei Schwerin.
Trotzdem hatten sich Stadt und Auktionatoren eine höhere Resonanz auf die Versteigerung erhofft.
Das Geld sitzt bei den Menschen einfach nicht mehr so locker. Es waren zwar viele Interessenten erschienen,
aber das Bieten war eher zurückhaltend. Unter den Interessenten waren etwa zu gleichen Teilen
einheimische Händler oder Privatpersonen wie auch auswärtige Vermögende, beispielsweise
aus Berlin oder den alten Bundesländern. dhp/Maks
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| Die Auktionatoren Bert Wigger (l.) und Andreas Konen waren mit dem Resultat der Versteigerung in Plau am See zufrieden. | Mit 38000 Euro war das Objekt in der Wallstraße 2 das teuerste Haus, das am Sonnabend unter den Hammer kam. |